Bürgerwind Wettringen
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Bürgerwind schafft Wertschöpfung vor Ort

Strom aus Erneuerbaren Energiequellen spielt als Wirtschaftsfaktor eine große Rolle. Das Bürgerwindmodell im Kreis Steinfurt zielt u.a. darauf ab, die Wertschöpfung aus einem Bürgerwindpark zu 100 % in der Region zu behalten.

Durch Bürgerwindenergieprojekte entstehen vielfältige positive Effekte für die kommunale Wertschöpfung:

  • Planung des Windparks durch regionale Akteure
  • Errichtung durch regionale Unternehmen 
  • Finanzierung über regionale Banken (z.B. Volksbanken, Sparkassen) 
  • Entrichtung von Gewerbesteuern an die Gemeinde 
  • Erzielung einer angemessenen Rendite für die beteiligten Bürgerinnen und Bürger
  • Schaffung von Dauerarbeitsplätzen in der Region für Service und Wartung der Anlagen
  • Technische und kaufmännische Betriebsführung durch Bürger vor Ort

Gewerbesteuer – Mehr Geld für Kommunen

Die Erzeugung von Windstrom bringt nicht nur sauberen Strom, Investitionen und Arbeitsplätze in die Regionen. Auch die Kommunen profitieren von der Windstromerzeugung – und zwar durch teilweise erhebliche Gewerbesteuereinnahmen.

Seit dem 1. Januar 2009 gilt die Neuregelung zur Gewerbesteuerzerlegung. Danach fließen mindestens 70 Prozent der Gewerbesteuer von Windparkprojekten an die Standortgemeinde und 30 Prozent an die Gemeinde, in der sich die Verwaltung der Betreibergesellschaft befindet. Es besteht zudem für die beteiligten Gemeinden die Möglichkeit, sich auf einen Zerlegungssatz von bis zu 100 Prozent zugunsten der Standortgemeinde zu einigen. In vielen Fällen ist dies zwischen den Kommunen gängige Praxis. Bei Bürgerwindparks die vor Ort verwaltet werden, fließen 100 Prozent der Gewerbesteuer an die Standortgemeinde.

Für das Jahr 2009 untersuchte das Institut für Ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) die kommunale Wertschöpfung durch Erneuerbare Energien in Deutschland. Diesen Berechnungen zufolge beliefen sich die Einnahmen aus der Gewerbesteuer und dem Kommunalanteil der Einkommenssteuer durch die Windenergienutzung auf 213 Mio. €. Die gesamte kommunale Wertschöpfung durch Erneuerbare Energien im Jahr 2009 betrug etwa 6,7 Mrd. €. Ca. 30 Prozent davon entfielen auf die Windenergie. Der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) prognostiziert für das Jahr 2020 Gewerbesteuereinnahmen durch Windenergie in Höhe von 316 Mio. € und einen Anstieg der gesamten kommunalen Wertschöpfung durch Erneuerbare Energien auf etwa 13 Mrd. €. Die Gewerbesteuerzerlegung ist ein wichtiges Signal für den weiteren Ausbau der Windenergie in Deutschland. Diese Regelungen erhöhen die Akzeptanz für Windenergieanlagen bei den Entscheidungsträgern und Bürgern vor Ort.

(Quelle: BWE 2012)

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