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Energiebilanz einer Windenergieanlage

Windkraftanlagen bestehen aus vielen unterschiedlichen Komponenten. Sie sind komplexe und technologisch anspruchsvolle Produkte, deren Herstellung aufwändig ist. Um zu bewerten, ob der Einsatz von Windkraftanlagen aus energetischer Sicht sinnvoll ist, wird der Parameter „energetische Amortisationszeit" angewandt. Das ist der Zeitraum, den eine Anlage an Land in Betrieb sein muss, um die Energie wieder hereinzubekommen, die für ihre Rohstoffe, ihre Herstellung, den Transport, den Bau und während ihrer der gesamten Lebensdauer für ihren Betrieb inkl. Reparaturen sowie ihr Recycling aufgewendet wurde.

Die energetische Effizienz moderner Windmühlen bestätigen mehrere Studien unabhängiger Forschungseinrichtungen. So beträgt laut Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung (Universität Stuttgart) die Energierücklaufzeit oder auch energetische Amortisation einer Windturbine an Land zwischen drei und zwölf Monate.

Eine Windenergieanlage erzeugt während ihrer Laufzeit gut 40 bis 70 Mal so viel Energie, wie für ihre Herstellung, Nutzung und Entsorgung eingesetzt wird.

Bei einer durchschnittlichen Laufzeit von 20 Jahren ergibt sich somit eine überaus positive ökologische Bilanz, die konventionelle Kraftwerke durch das erforderliche ständige Hinzufügen von fossilen Energieträgern niemals erreichen können. Eine 3-MW-Windenergieanlage erzeugt in diesen 20 Jahren rund 180 Millionen Kilowattstunden – und versorgt damit circa 2.600 3-Personen-Haushalte (Annahme: Verbrauch von 3.500 kWh/Jahr) pro Jahr mit sauberem Strom.

(Quelle: BWE 2015)

CO2-Bilanz einer WEA

Im Vergleich zu fossilen Energieträgern weist die Windenergie eine deutlich bessere CO2-Bilanz / Klimabilanz auf. Nach der energetischen Amortisationszeit (siehe „Energiebilanz einer WEA“) produzieren Windenergieanlagen bilanziell CO2-neutralen Strom, setzen also kein zusätzliches Kohlendioxid als Treibhausgas in die Atmosphäre frei. Laut einer Studie des Umweltbundesamtes beträgt der äquivalente CO2-Ausstoß eines Windrads mit einer Leistung von 1,3 MW und 1.600 Volllaststunden über die gesamte Lebensdauer von 20 Jahren lediglich 8,76 Gramm pro Kilowattstunde. Moderne Windenergieanlagen an Land sind sowohl was die Höhe, als auch den Rotordurchmesser angeht doppelt so groß. Die Energieproduktion hat sich allerdings vervierfacht, so dass von einem deutlich geringerem CO2-Ausstoß ausgegangen werden kann.

Die Stromproduktion aus Windenergieanlagen sorgt in der Regel dafür, dass fossile Kraftwerke nicht oder nicht mit kompletter Leistung betrieben werden. Hierdurch konnten im Jahr 2013 etwa 780 g/kWh äquivalenter CO2-Ausstoß vermieden werden.

Derzeit führen allerdings die, auch durch die erneuerbaren Energien verursachten, sinkenden Strompreise und die fehlende Berücksichtigung von Folgekosten in den Stromkosten der konventionellen Kraftwerke dazu, dass teurere aber "sauberere" fossile Kraftwerke aus dem Markt gedrängt werden. Konkret sind hier Gas (und Dampf)-Kraftwerke zu nennen, die auf Grund der geringen Kosten von Braun- und Steinkohlestrom nicht mehr betrieben werden können. Dadurch verschlechtert sich die deutschlandweite CO2-Bilanz, trotz des Ausbaus der erneuerbaren Energien

(Quelle: 29 /2014 CLIMATE CHANGE Emissionsbilanz erneuerbarer Energieträger - Umweltbundesamt)

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