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Energieertrag einer Windenergieanlage

Bis zum Ende des Jahres 2014 gab es deutschlandweit circa 24.900 Windenergieanlagen, die zusammen auf eine installierte Gesamtleistung von rund 38.000 MW kommen. (Quelle: WindGuard (2015), S. 1)
Die Betriebszeit einer Windenergieanlage liegt zwischen 7.000 und 8.000 Stunden im Jahr.

Auf die 8.760 Gesamtstunden eines Jahres bezogen entspricht dies einer durchschnittlichen Laufzeit bzw. Auslastung von circa 85 Prozent. Allerdings drehen sich die Rotoren nicht immer mit maximaler Leistung (= Nennleistung). Die Windstromproduktion beginnt schon bei circa 2,5 Meter Windgeschwindigkeit je Sekunde und wird dank modernster Regeltechnik erst bei starkem Sturm langsam und netzverträglich herabgeregelt. Auch bei wenig Wind wird also Strom in das örtliche Netz eingespeist.

Der statistische Wert der Volllaststunden trifft eine Aussage über die jeweilige Standortqualität. Im Mittel haben Windenergieanlagen in Deutschland in den letzten Jahren rund 1.700 Volllaststunden erreicht.
(Quelle: Fraunhofer IWES (2014), S. 39)
An einem mittleren Binnenlandstandort beträgt dieser Wert etwa 1.600-1.800 Stunden, an einem guten Küstenstandort können über 3.000 Volllaststunden erreicht werden. Die Volllaststunde errechnet sich, indem man die gesamte Stromproduktion der Anlage im Jahr durch ihre maximale Leistung (Nennleistung) teilt. (Quelle: Schaffarczyk (2012), S. 119)
Die Angabe der Volllaststunden fungiert als wesentliche Kalkulationsgrundlage bei Windparkfonds, weil sich daraus die zu erwartenden Erlöse aus der Stromproduktion errechnen lassen.

Grundsätzlich gilt, dass die Anzahl der Volllaststunden mit zunehmender Nabenhöhe ansteigt.
Die Faustregel lautet: Jeder Meter Turmhöhe bedeutet bis zu 1 Prozent mehr Ertrag.
Dank modernster Anlagentechnik mit ausreichender Nabenhöhe und größeren Rotordurchmessern ermöglichen heute also auch Standorte in der Mitte und im Süden Deutschlands attraktive Erträge, wie sie bis vor einigen Jahren nur an der Küste und auf exponierten Berggipfeln denkbar waren.

(Quelle: BWE 2015)

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