Bürgerwind Wettringen
Mitmachen | Mitgestalten | Mitbestimmen

Leistung einer Windenergieanlage

Moderne Windturbinen arbeiten mit mäßigen Drehzahlen und dabei äußerst effektiv. Neueste Anlagen haben eine Spitzenleistung von rund 6 MW und mehr.

Die Lernkurve der Windenergie ist erstaunlich: In den Neunzigerjahren hatte eine typische Windenergieanlage eine Nabenhöhe von max. 50 Meter und ihre Leistung lag bei rund 250 Kilowatt.

In den letzten Jahren wurden Anlagen installiert, die dreimal so hoch waren und das Zehnfache - zwischen 2 und 3 MW - an Leistung erbringen konnten.

Eine einzige 5-MW-Anlage produziert je nach Standort ungefähr 15 Millionen Kilowattstunden Strom im Jahr. Damit kann sie pro Jahr ca. 4.500 Haushalte versorgen oder in 20 Betriebsjahren umgerechnet mehr als 220.000 Tonnen Kohlendioxid aus Braunkohlekraftwerken ersetzen. Die größten Windturbinen haben mittlerweile Nennleistungen von bis zu 7,5 Megawattt. Sie produzieren jährlich bis zu 20 Millionen Kilowattstunden Strom. Somit kann ein Windpark bereits heute eine ganze Kleinstadt mit Strom versorgen.

 

Kleinere Anlagen im Kreis Steinfurt

Diese Anlagengrößen sind allerdings vorrangig für Küstenstandorte mit sehr hohen Windgeschwindigkeiten konzipiert, die wir hier im Kreis Steinfurt nicht erreichen. Aus diesem Grund werden im Kreis Steinfurt nur kleinere Anlagen errichtet, die Leistungen von 2 bis 3 MW erreichen.

Eine typische Binnenlandanlage unserer Region, mit 2,5 MW Leistung, speist im Durchschnitt 6.250.000 kWh pro Jahr ein. Ein 3-Personen Haushalt in Deutschland verbraucht ca. 3.500 kWh pro Jahr, sodass eine einzige Windenergieanlage 1.785 Haushalte und damit mehr als 5.300 Personen versorgen kann.

Bis zum Ende des Jahres 2014 gab es deutschlandweit ca. 24.900 Windenergieanlagen, die zusammen auf eine installierte Gesamtleistung von 38.000 MW kommen. Die Betriebszeit einer Windenergieanlage liegt zwischen 7.000 und 8.000 Stunden im Jahr. Auf die 8.760 Gesamtstunden eines Jahres bezogen, entspricht dies einer durchschnittlichen Laufzeit bzw. Auslastung von circa 85 Prozent. Allerdings drehen sich die Rotoren nicht immer mit maximaler Leistung (= Nennleistung). Die Windstromproduktion beginnt schon bei circa 2,5 Metern Windgeschwindigkeit je Sekunde und wird dank modernster Regeltechnik erst bei starkem Sturm langsam und netzverträglich herab geregelt. Auch bei wenig Wind wir also Strom in das örtliche Netz eingespeist.

(Quelle: BWE, Windenergie von A bis Z, 2015)

Partner

  • Logo
  • Logo
  • Logo
  • Logo