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Schattenwurf und Diskoeffekt von Windenergieanlagen

Abhängig von Wetterbedingungen, Windrichtung, Sonnenstand und Betrieb kann eine Windenergieanlage mit ihren rotierenden Flügeln einen bewegten Schatten werfen. Bei den Berechnungen des Schattenwurfs wird unterschieden zwischen der theoretisch maximal möglichen Einwirkzeit – wobei stets Sonnenschein, eine ungünstige Windrichtung und ein drehender Rotor vorausgesetzt werden – und der realen Einwirkzeit unter örtlich normalen Wetterbedingungen. Die Schattenwürfe der Rotorblätter können für Betroffene unangenehm sein, wenn diese zum Beispiel ständig auf die Fenster eines Wohnhauses treffen.

Um Anwohner zu schützen wurde dieser Aspekt gesetzlich geregelt. Die Schattenwurfdauer ist gesetzlich geregelt und darf nach Windenergieerlass 30 Minuten täglich und 30 Stunden im Jahr (Beachte: Sonderregelung zum Schattenwurf im Kreis Steinfurt) nicht überschreiten. In Grenzfällen ist im Genehmigungsverfahren durch Gutachten nachzuweisen, dass keine unzulässigen Schattenbelästigungen auftreten. Bei Überschreitungen ist die Windenergieanlagen mit einem speziellen Sensor auszustatten und durch eine Abschaltautomatik anzuhalten. Allerdings stehen in der Regel im „Schattenbereich“ von Windparks keine Wohngebäude.

(Quelle: BWE 2012)

Besonderheit im Kreis Steinfurt - "0-Minuten-Regel" beim Schattenwurf

Ziel ist es die Windenergie im Kreis Steinfurt mit größtmöglicher Akzeptanz der einzelnen Bürgerinnen und Bürger auszubauen. Deshalb ist es im Kreis Steinfurt üblich, während der BImSchG-Genehmigung auf kooperativer Basis mit den Betreibern zu vereinbaren, sodass diese freiwillig auf die volle Ausnutzung der zulässigen Beschattungsdauer verzichten. Die gelebte Praxis zeigt den hohen Stellenwert des Themas Akzeptanz und wie wichtig die Bedürfnisse der Bevölkerung genommen werden.

Die geplanten Windenergieanlagen werden mit einer Schattenwurfabschaltungssensorik ausgestattet. Diese ermöglicht, dass die Windenergieanlagen so gesteuert werden, dass sie, über die rechtlichen Vorgaben hinaus, gegen „Null-Minuten-Schattenwurf“ abgeschaltet werden. Es bleibt jedoch zu berücksichtigen, dass die Windenergieanlagen bei wechselnder Bewölkung aus technischen Gründen eine gewisse Reaktionszeit von ca. drei Minuten benötigen bis es zur Abschaltung kommt.

Diskoeffekt

Im Gegensatz zum Schattenwurf spielt der sogenannte „Diskoeffekt“ – Lichtreflexe an den Rotorblättern – heute keine Rolle mehr, denn schon lange werden die Rotorflächen mit matten, nicht so stark reflektierenden Farben gestrichen.

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