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Tourismus – Voller Energie und Weitblick

Kritiker behaupten, dass Windenergieanlagen einen Eingriff in die Landschaft darstellen und besonders die Küsten Deutschlands, die zu den beliebtesten Urlaubsregionen zählen, durch Offshore-Windparks zukünftig von abnehmenden Besucherzahlen betroffen sein könnten.

Umfragen jedoch zeigen: Windenergieanlagen haben ein positives Image und können zu einem ökologisch sinnvollen Tourismus beitragen. Sie symbolisieren Innovation, Zukunftsorientierung und Nachhaltigkeit. Für einige Gemeinden haben sich hieraus bereits positive „Mitnahme-Effekte“ ergeben: Sie erleben einen erheblichen Imagegewinn, da es die meisten Urlauber befürworten, wenn ihr Ferienort aktiven Umweltschutz praktiziert. Informationsarbeit über die Erneuerbaren Energien, verbunden mit Besichtigungstouren zu Windenergieanlagen, das „Windmillclimbing“, bereichern das touristische Angebot.

Die aktive Einbindung von Windprojekten in Tourismuskonzepte hat längst seinen Anfang genommen. So findet sich beispielsweise im Ferienführer „Ostfriesland“ auch eine Seite zum Thema „WindErlebnis Ostfriesland“ und im Baedeker Verlag ist 2011 ein Deutschland-Reiseführer erschienen, der sich ganz den Erneuerbaren Energien und ihren Projekten vor Ort widmet. Auch der Windwanderweg "Pfad der Winde" in Hilchenbach am Rothaarsteig in Nordrhein-Westfalen ist ein attraktives Beispiel für interessanten Windtourismus. Auf der Internetseite finden sie zahlreiche Informationen zum "Pfad der Wind". Wanderer können auf ihrer Route viel über Windenergie lernen und aktiv erleben. An jeder Windenergieanlage erläutert eine Schautafel, wie die Naturkraft „Wind“ mit modernster Technik genutzt wird – zum Vorteil der Region und zum Vorteil der Umwelt. Auf jeder Informationstafel befindet sich auch eine „Kinderecke“ – dort werden Fragen rund um das Thema „Wind“ kindgerecht beantwortet.

Windenergieanlagen sind sichtbare Zeichen des Klimaschutzes und des ökologischen Fortschritts. Der Behauptung, sie hätten signifikante Auswirkungen auf den Tourismus in der Region, stehen Ergebnisse empirischer Umfragen gegenüber. So zeigte die Studie des Instituts für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa (N.I.T.) mit dem Titel „Touristische Effekte von On- und Offshore-Windkraftanlagen in Schleswig-Holstein“ (Link zur Studie siehe unten), in der 500 Gäste befragt und 2.000 Interviews in der Bevölkerung geführt wurden, dass keinerlei Zusammenhang mit Übernachtungszahlen in Urlaubsorten besteht. Gerade einmal zwei Prozent der Gäste gaben auf Nachfrage an, dass sie aufgrund der Anlagen ihren Urlaub zukünftig andernorts verbringen würden. Dass gerade im Pionierland der Windenergie die Anlagen nicht als Störung des Landschaftsbildes empfunden werden, lässt vermuten, dass auch in anderen Regionen die Windräder keine negative Wirkung auf Touristen haben.

(Quelle: BWE 2012)

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